SZ Artikel zu digitaler Bürgerbeteiligung

Hilft Online-Partizipation wirklich gegen Politikverdrossenheit oder ist sie eine wirkungslose Wunderwaffe? Die Süddeutsche Zeitung zeigt u.a. am Beispiel des Bonner „Bürgerdialogs zum Haushalt“ die Problemfälle und Herausforderungen der digitale Bürgerbeteiligung auf. Zu Wort kommen auch Dr. Stephan Eisel und Prof. Dr. Martin Haase.

Nachzulesen unter: Süddeutsche Zeitung – “Wirkungslose Wunderwaffe” (20. Mai 2012)

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Dr. Stephan Eisel und Martin Haase auf dem Bundeskongress:
Dr. Stephan Eisel (Konrad-Adenauer-Stiftung) wird u.a. mit Jürgen Behrendt (Stadt Köln) und Dr. Anke Knopp (BürgerInneninitiative “Demokratie wagen!”) in der Sektion 6 “E-Government und E-Partizipation” diskutieren. Prof. Dr. Martin Haase spricht u.a. mit Prof. Dr. Everhard Holtmann (Universität Halle) und Ute Kumpf (MdB, SPD) in der Sektion 2 über “Die Entwicklung der Demokratie – Legitimationsverlust und Reformbedarf?”.

 

Nur noch knapp 24 Stunden…

Einen herzlichen Gruß vom Organisationsteam aus dem sonnigen Berlin!

Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung laufen. Über 900 Tagungsmappen und Namensschilder wurden heute in der bpb Berlin gepackt und eingetütet, für alle bereits angemeldeten Teilnehmer und diejenigen, die sich noch kurzfristig entschließen zum Kongress zu kommen. Anmeldungen vor Ort sind an allen drei Tagen in jedem Veranstaltungsort möglich.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

Erstveröffentlichung!
Impulspapier des BBE

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks ist die nachhaltige Förderung von Bürgergesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen. Die Verbesserung von Rahmenbedingungen für das bürgeschaftliche Engagement ist ein wichtiger Diskussionstrang in der Partizipationsdebatte. Diese Debatte muss laut BBE mit den Diskussionen um Demokratie – und Netzpolitik eng verbunden werden.

Im Jahr 2011 hat das Netzwerk damit begonnen, ein bislang unveröffentlichtes politisches Impulspapier zu entwickeln. Anlässlich des Bundeskongresses hat BBE das Papier zur Erstveröffentlichung auf dem Konferenzblog zur Verfügung gestellt.

Download (PDF):
Unterwegs in die Bürgergesellschaft – Engagementpolitische Impulse des Netzwerks BBE

Aktionstage Politische Bildung: WebTalk mit Dr. Helle Becker

Welche Interessen bringen Teilnehmende der politischen Bildung mit? Welche Bildungsvoraussetzungen haben sie? Unter welchen Bedingungen nehmen sie Angebote der politischen Bildung wahr und wie urteilen sie über diese Angebote? Was nehmen sie daraus mit?

Fragen, denen Dr. Helle Becker im Rahmen des Projekts “Praxisforschung nutzen – Politische Bildung weiterentwickeln” nachging, das vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) und dem Bundesausschuss politische Bildung (bap) initiiert wurde.

Im WebTalk auf aktionstage-politische-bildung.net wird sie am Freitag, 18.05.2012 ab 16 Uhr, über die Erkenntnisse der Wissenschaft zur politischen Bildung und deren Fortentwicklung berichten.

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Dr. Helle Becker auf dem Bundeskongress Politische Bildung:
Gemeinsam mit dem Zukunftsforscher Gerhard de Haan und Daniela Kolbe, Vorsitzende die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestags u.a. wird Helle Becker in der Sektion 10 über das Thema “Partizipation und Nachhaltigkeit – Innovationen für die politische Bildung” sprechen.
Sektion 10: 22. Mai 2012, 14:00 – 17:30 Uhr, Humboldt Carré, C. & W. von Humboldt

Dossier Partizipation online

Anlässlich des Bundeskongresses Politische Bildung gibt es eine Premiere:

Die Teams der beiden Webseiten pb21.de und werkstatt.bpb.de haben gemeinsam ein Dossier zum Thema Partizipation erarbeitet.

Eine umfangreiche Sammlung von Artikeln widmet sich der Leitfrage:
Wie können Bürgerinnen und Bürger das politische und gesellschaftliche Leben mitgestalten? Schwerpunkte sind u.a. die Schule als Lernort von Mitgestaltung und Teilhabe und der Einsatz von digitalen Tools der Partizipation in der Bildungsarbeit.

Hier gehts zum Dossier

 

Irakische Regierungsdelegation besucht 12. Bundeskongress Politische Bildung

Workshop und Diskussion am 23.05. im Berliner Congress Center (bcc)

Eine Delegation der Irakischen Regierung ist auf Einladung der UN vom 21. bis 24 Mai 2012 in Berlin zu Gast, um sich über die politische Bildung in Deutschland zu informieren. Die Studienreise ist Teil eines übergeordneten UN-Programmes zur Förderung der politischen Bildung im Irak, in dessen Rahmen die United Nations Economic and Social Commission for Western Asia (UN-ESCWA) gemeinsam mit der European School of Governance und der irakischen Zentralregierung sowie kurdischen Autonomieregierung einen Nationalen Aktionsplan zur Förderung demokratischer Werte und sozialer Kompetenzen durch non-formale und formale Bildung erarbeitet.

Am 23. Mai sind die irakischen Delegationsmitglieder auf dem 12. Bundeskongress Politische Bildung 2012 zu Gast. Im Rahmen des Workshops „Participation and Inclusiveness as conducive means to active citizenship building in post-conflict settings: Exchanges with Iraq“ diskutieren die irakischen Delegationsmitglieder am 23. Mai 2012 von 9:30 bis 13:00 Uhr im Berliner Congress Center (bcc) mit Vertretern der politischen Bildung in Deutschland. Es sprechen u.a. Dr. Hamid Khalaf Ahmed (Advisor to the Prime Minister on Education Issues and PM´s Chief of Staff), Asmat Mohammed Khalid (Minister of Education, Kurdistan Regional Government), Intisar Ali Khudhur Al Hattabi (Member of Parliament – President of Women, Family and Children Committee) und Kawa Mahmoud Shaker (Minister of Culture and Youth, Kurdistan Regional Government).

Weitere Informationen zum Workshop unter http://goo.gl/O7lN3

Bald geht es los! Aber ein paar Fragen haben wir noch…

Liebe Kongressgäste,
das Programm zum 12. Bundeskongress Politische Bildung steht, und bei uns laufen die letzten inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen. Nach aktuellem Anmeldestand erwarten wir über 800 Gäste, die insgesamt an den unterschiedlichen Programmtagen teilnehmen werden. Der erste Überblick verspricht eine bunte Mischung aus Politiklehrer/innen, Studierenden, Mitgliedern unterschiedlicher NGOs , Initiativen und Parteien, Netzaktivist/innen und Netzskeptikern, Menschen unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland und dem Ausland. Außerdem werden insgesamt 31 Aussteller Publikationen, Initiativen und Projekte präsentieren. Am 2. Programmtag finden Sie die Stände sowie das Tagungsbüro im Humboldt Carré , am 3. Programmtag im BCC.

Da wir mit dem Kongress auch feiern wollen, dass die Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, laden wir Sie nach der Eröffnung am 21.05.2012 zu einem Empfang im Friedrichstadtpalast ein.

Bevor wir auf der Konferenz direkt miteinander ins Gespräch kommen, möchten wir nochmals ein Meinungsbild einholen. Wir möchten Sie bitten, die Fragen in unserer Online-Abstimmung: Bürgerbeteiligung zu beantworten. Das Ergebnis soll den Moderatorinnen und Moderatoren der Eröffnungsdiskussion und der Sektionen Anregungen für Ihre Gesprächsführung geben.

Bis zum Kongress können Sie hier noch weitere Blogbeiträge erwarten.

Also: Wir freuen uns über Ihr Voting und darauf, Sie auf dem Kongress zu begrüßen

Ihr Vorbereitungsteam

 Zur Online-Abstimmung

Video: WebTalk mit Prof. Dr. Peter Kruse

Prof. Dr. Peter Kruse auf der re:publica 2010 Lizenz: cc by/2.0/ (© Photo by Daniel Seifert)

Gestern fand das letzte Vorabevent zum Bundeskongress Politische Bildung statt. Im WebTalk sprach Ulrike Reinhard mit Prof. Dr. Peter Kruse. Nach dem internationalen Ebene in den vergangenen WebTalks mit Birgitta Jonsdottir (Island) und Ellen Miller (USA) wurde sich diesmal die Bürgerbeteiligung auf nationaler und lokaler Ebene gewidmet.

Peter Kruse, der sich als Querdenker und Visionär in Internetfragen einen Namen gemacht hat, sprach über die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an politischen Prozessen und die Resonanzmuster in Wirtschaft und Gesellschaft.

Ausgehend von der Beobachtung, dass Entscheider einer stetig wachsenden Überforderung durch gesellschaftliche Dynamiken, einen übergroßen Informationsfluss und einen anhaltenden Kampf um Ressourcen ausgesetzt seien, untersucht Kruse die Rolle von (digitalen) Netzwerken. Er plädiert für eine Überprüfung dieser Rolle auf lokaler Ebene, da sich dort der Einfluss auf die politische Kultur besser überprüfen lasse. Weiterhin ist ihm die Unterscheidung der instrumentellen und der normativen Bedeutung von Netzwerken wichtig, da Nutzen und Kritik klarer benennen zu können.

Über diese Zusammenhänge sprach Peter Kruse in seinem Eingangsstatement. Im Anschluss beantwortete er die zahlreichen Fragen aus dem Livechat.

Wir danken Peter Kruse an dieser Stelle für den WebTalk und wünsche allen Interessierten viel Spaß beim zuschauen.

Bürgerbeteiligung in Tunesien und Ägypten

Auf dem Journalistenkongress in Perugia (siehe frühere Berichterstattung) wurde lebhaft über diese Frage diskutiert. Bleibt man auf dem einfachsten Level der Bürgerbeteiligung – Wahlen zu einem neuen Parlament – dann ist diese Frage ganz klar mit JA zu beantworten. Sowohl in Tunesien als auch in Ägypten hatten die Bürger nach langen Jahrzehnten “kontrollierter Wahlen” erstmals wieder die Möglichkeit frei zu wählen – und das ist ein wichtiger Schritt hin zur Bürgerbeteiligung. Und die Wahlbeteiligungen waren sehr, sehr hoch.

Mögen die Wahlergebnisse sowohl für die vielen jungen Aktivisten vor Ort und als auch für die westliche Welt nicht befriedigend sein – häufig wird die Angst vor neuen Islamistenstaaten geschürt – so sind sie dennoch Ausdruck eines demokratischen Prozesses, eines Prozesses der gerade begonnen hat. Und das sollte immer im Auge behalten werden. Auch in der westlichen Welt wurde Demokratie nicht binnen eines Jahres geschaffen! Und wenn man in den letzten Monaten in diesen Ländern war, dann weiss man auch, dass die Menschen dort ganz entschlossen sind, sich dieses demokratische Grundrecht auf freie Wahlen nicht mehr nehmen zu lassen.

Wenn auch die Lage in den beiden Ländern nach dem Umsturz sehr unterschiedlich ist – Ägypten gilt als weniger gefestigt als Tunesien – so sind doch die weiterführenden Beteiligungsmodelle, die sich in der Diskussion befinden, ähnlich. Es geht dabei um das gemeinsame Schreiben der Verfassung (nach isländischem Vorbild), es geht um den sinnvollen Einsatz von Software Tools für partizipatorische Prozesse und es geht um die Förderung von Transparenz in den politischen Entscheidungsprozessen. Es wäre falsch zu glauben, dass diese Bemühungen in den neuen Systemen verankert sind. Nein, das sind sie nicht. Es sind vielmehr die Bemühungen von Aktivisten – auch sehr häufig in länderübergreifenden  Teams und im Austausch mit internationalen Hubs wie Berkman Center oder Global Voices – die sich den Weg zu mehr Mitbestimmung sichern möchten. Der Dialog mit den jeweiligen Regierungen ist zäh, auch würde ich die Bereitschaft und das Verständnis beim Mainstream der Bevölkerung für solche Bemühungen noch nicht unbedingt sehen. Dennoch liegt sehr viel Hoffnung in all diesen Initiativen und die junge, gebildete Generation, die imletzten Jahr auf die STarssen gegangen ist, wird nicht eher locker lassen bis sie Ihre Vorstellungen zumindest ansatzweise in der Politik umgesetzt sehen.

Das grösste Potential sehe ich gerade in der internationalen Kooperation, denn die Chancen und Risiken, die mit diesen Prozessen verbnden sind, sind weltweit sehr ähnlich. Insofern sollte alles getan werden, diesen Austausch und diesen Dialog weiter zu fördern. Jeder kann von jedem lernen.

Immer wieder gut aufbereite Informationen zu diesen Thema finden Sie hier:

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Die Situation in der arabischen Welt wird auch während des Kongresses thematisiert.
Eine Bestandsaufnahme der bisherigen Entwicklungen im Jahr Eins nach den Umwälzungen in Ägypten und Tunesien, die aktuelle Situation in Syrien und mögliche Zukunftsszenarien stehen im Mittelpunkt der Sektion 4:  „Im Jahr Eins nach den Aufständen in Nordafrika“. Internationale Expert/innen und Aktivist/innen geben ihre Einschätzung ab und stehen für Diskussionen und Rückfragen zur Verfügung.

Es diskutieren:
Der Publizist Hamed Abdel-Samad, die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer,  der Direktor des Centre of Mediterranean and International Studies, Tunis, Prof. Dr. Ahmed Driss, und die spanisch-syrische Menschenrechtsaktivistin und Bloggerin Leila Nachawati Rego.

Zeit: 22. Mai 2012,  9:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Ort: bpb Berlin, Großer Sitzungsraum, Friedrichstraße 50  (4. Etage)/ Checkpoint Charlie, 10117 Berlin

Neue Beteiligungsformen im Kontext von Europäisierung & Globalisierung

Klimawandel, die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt, die Regulierung von Finanzmärkten, Internetsicherheit – nur einige von viele Herausforderungen unserer Zeit, die die Grenzen unserer Systeme der nationalstaatlich verfassten, repräsentativen Demokratie deutlich machen. Entsprechend haben sich viele Entscheidungsprozesse in den letzten Jahrzehnten auf Handlungsebenen verlagert, die oberhalb des Staates liegen, z.B. im Zuge der Europäischen Integration oder im Rahmen von internationalen Abkommen und Organisationen. Daraus ergeben sich wichtige Fragen: Wie kann im Kontext von Europäisierung und Globalisierung demokratische Beteiligung gestärkt werden? Wie kann die politische Bildung für die europäischen und globalen Handlungsräume sensibilisieren? Wie kann sie zu einer Kultur der aktiven Teilhabe beitragen? Und wie können bestehende und neue Instrumente der politischen Partizipation besser mit Angeboten der politischen Bildung vernetzt werden?

Der teamGLOBAL Didaktik Dialog findet dieses Mal im Rahmen des Bundeskongresses Politische Bildung statt und bietet ein Forum für praxisorientierten Austausch über diese Fragen.

Impulsvorträge u.a. von Dr. Sylvia Yvonne Kaufmann (Europa-Union Berlin) zur Europäischen Bürgerinitiative und Friedrich Brandi (Komitee für eine demokratische UNO) zu Perspektiven für die Demokratisierung der Weltinnenpolitik.

Vorstellung von partizipativen Projekten & Initiativen aus der politischen Bildung: u.a. teamGLOBAL, Dialog macht Schule. Politische Bildung mit Jugendlichen in der Einwanderungsgesellschaft und CHANCE EUROPA 2020 – Jugend und Politik im Dialog.

Zeit: 23. Mai 2012, 9:00 – 14.30 Uhr
Ort: Berlin Conference Center (bcc), Alexanderstraße 11, 10178 Berlin