Der Bundeskongress Politische Bildung in Bildern

Vom 21. bis 23. Mai 2012 war es soweit: Der Bundeskongress Politische Bildung lud nach Berlin, um drei Tage lang mit Experten, politischen Bildnern und der interessierten Öffentlichkeit über das Zeitalter der Partizipation und seine Auswirkungen auf Gesellschaft und Bildung zu diskutieren. Nach der Auftaktveranstaltung am Montag, zu der unter anderem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich anwesend war, folgten an Tag zwei elf Sektionen, die die unterschiedlichen Dimensionen von Partizipation beleuchten sollten. Seinen Abschluss fand der Bundeskongress an Tag 3 mit 48 Workshops. An dieser Stelle gibt es einige Impressionen von den drei Veranstaltungstagen. Weiterlesen…

Aktionstage Politische Bildung: Interview OpenMic

Am zweiten Tag des Bundeskongresses lud die Redaktion der Website „Aktionstage Politische Bildung“ spontan über Twitter zum „OpenMic“ ein. Jeder der gern etwas sagen wollte zum Bundeskongress und dem Thema Partizipation, konnte vorbei kommen. Vor das Mikrofon getreten sind Ute Demuth, Dr. Oliver Märker, Guido Brombach und Jöran Muuß-Merholz.

Das Video wurde bereits auf der Website aktionstage-politische-bildung.net veröffentlicht.

Nur noch knapp 24 Stunden…

Einen herzlichen Gruß vom Organisationsteam aus dem sonnigen Berlin!

Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung laufen. Über 900 Tagungsmappen und Namensschilder wurden heute in der bpb Berlin gepackt und eingetütet, für alle bereits angemeldeten Teilnehmer und diejenigen, die sich noch kurzfristig entschließen zum Kongress zu kommen. Anmeldungen vor Ort sind an allen drei Tagen in jedem Veranstaltungsort möglich.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

Bildungsurlaub

In folgenden Bundesländern kann Bildungsurlaub für die Teilnahme am Bundeskongress Politische Bildung beantragt werden:

Bundesland Ministerium
Mecklenburg-Vorpommern Landesamt für Gesundheit und Soziales
Rheinland-Pfalz Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur
Saarland Ministerium für Bildung
Berlin Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Schleswig-Holstein Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
Brandenburg Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Bald geht es los! Aber ein paar Fragen haben wir noch…

Liebe Kongressgäste,
das Programm zum 12. Bundeskongress Politische Bildung steht, und bei uns laufen die letzten inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen. Nach aktuellem Anmeldestand erwarten wir über 800 Gäste, die insgesamt an den unterschiedlichen Programmtagen teilnehmen werden. Der erste Überblick verspricht eine bunte Mischung aus Politiklehrer/innen, Studierenden, Mitgliedern unterschiedlicher NGOs , Initiativen und Parteien, Netzaktivist/innen und Netzskeptikern, Menschen unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland und dem Ausland. Außerdem werden insgesamt 31 Aussteller Publikationen, Initiativen und Projekte präsentieren. Am 2. Programmtag finden Sie die Stände sowie das Tagungsbüro im Humboldt Carré , am 3. Programmtag im BCC.

Da wir mit dem Kongress auch feiern wollen, dass die Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, laden wir Sie nach der Eröffnung am 21.05.2012 zu einem Empfang im Friedrichstadtpalast ein.

Bevor wir auf der Konferenz direkt miteinander ins Gespräch kommen, möchten wir nochmals ein Meinungsbild einholen. Wir möchten Sie bitten, die Fragen in unserer Online-Abstimmung: Bürgerbeteiligung zu beantworten. Das Ergebnis soll den Moderatorinnen und Moderatoren der Eröffnungsdiskussion und der Sektionen Anregungen für Ihre Gesprächsführung geben.

Bis zum Kongress können Sie hier noch weitere Blogbeiträge erwarten.

Also: Wir freuen uns über Ihr Voting und darauf, Sie auf dem Kongress zu begrüßen

Ihr Vorbereitungsteam

 Zur Online-Abstimmung

Bundeskongress mitgestalten – Workshopvorschlag einreichen

Noch bis zum 31. März können Sie im Wiki zum Bundeskongress Politische Bildung Workshopvorschläge rund um das Thema Partizipation einreichen. Ob Sie ein Projekt vorstellen oder neue Kooperationen eruieren und erarbeiten wollen, hier haben Sie die Möglichkeit dazu. Weiterlesen…

Der Kongress

Der Bundeskongress politische Bildung findet 2012 Jahr zum 12. Mal statt. Seit 1982 haben die Bundeszentrale für politische Bildung und die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung diesen Event gemeinsam veranstaltet. In diesem Jahr zählt erstmals auch der Bundesausschuss Politische Bildung zu den Mitveranstaltern des Kongresses.

Der Kongress ist in diesem Jahr die Abschlussveranstaltung der Aktionstage Politische Bildung, einer bundes- und europaweiten Kampagne von und für die politische Bildung.

Das Thema des Kongress lautet in diesem Jahr: Partizipation.

Politische Partizipation bezeichnet „alle Tätigkeiten, die Bürgerinnen und Bürger unternehmen, um Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen“ (Max Kaase). Es besteht Konsens darüber, dass Partizipation somit zu den konstitutiven Elementen einer funktionierenden Demokratie gehört. Über die geeignete Form und den Umfang der Partizipation bestehen in der politik- und sozialwissenschaftlichen Diskussion jedoch unterschiedliche Meinungen. Die Debatte darüber, wie viel und welche Art von Partizipation die Demokratie verträgt, oder anders gesagt, wie viel Partizipation und welche Art von Partizipation in einer Demokratie notwendig sind, ist nicht neu. Allerdings hat diese Frage in der letzten Zeit enorm an Brisanz gewonnen. Weltweit ist das Aufkommen von neuen Protestbewegungen zu beobachten, durch das Web 2.0 bieten sich neue Möglichkeiten der Vernetzung, der rasanten Verbreitung von Informationen und der politischen Einflussnahme, die in ihrer Wirkmacht augenfällig aber vermutlich noch nicht ausgereizt sind. In Deutschland stehen u.a. Stuttgart 21 und der Aufstieg der Piratenpartei als Synonym für das Begehren vieler Bürgerinnen und Bürger nach mehr und anderer politischer Einflussnahme und Transparenz.

Diese Entwicklungen bleiben für die Kommunikation, die Meinungs- und Entscheidungsbildung in unserer Demokratie nicht folgenlos. Eingeübte Formen der Beteiligung müssen überdacht und in ihren Konsequenzen diskutiert werden. Die Frage nach dem Ausmaß politischer Partizipationsmöglichkeiten, das in demokratischen Gesellschaften angemessen ist, ist wie gesagt jedoch umstritten. Deshalb ist einerseits die Frage nach der Legitimität politischen Entscheidens in einer repräsentativen Demokratie gestellt: Wie entwickeln sich politische Entscheidungsprozesse, wer beteiligt sich daran und wer trägt am Ende die Verantwortung für die Folgen solcher Entscheidungen? Wird der Anspruch, durch mehr Partizipation mehr Bürgerbeteiligung zu erreichen, tatsächlich realisiert? Wer ist auf welche Weise „befähigt“ sich einzubringen und können Twitter und Co. nicht auch kontraproduktiv sein, wenn politische Entscheidungen und Aushandlungsprozesse auch Zeit und Vertraulichkeit brauchen?

Politische Bildung muss dieses Thema aufgreifen und in seiner Kontroversität diskutieren. Denn bei der Frage nach der Entwicklung der Demokratie handelt es sich um Kernthemen der Disziplin und politische Bildung kann und will Menschen mit unterschiedlichen Positionen, Hintergründen und Interessen auf „neutralem Boden“ miteinander ins Gespräch bringen. Nicht zuletzt muss sich politische Bildung auch mit der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und der eigenen Arbeit stellen.

Die Ziele des Kongresses sind:

Bestandsaufnahme und Diskussion aktueller Befunde zum Thema Partizipation und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Demokratie (Internetaktivismus, Stuttgart 21, Liquid Democracy etc.)

Allgemeine Diskussion und Erörterung u.a. anhand von Praxisbeispielen bezogen auf die Frage: Wie kann politische Bildung partizipative Prozesse begleiten, welche Bedeutung kommt ihr angesichts der Entwicklungen zu? (z.B. Bürgerhaushalt, etc.)

Allgemeine Diskussion der Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Trends und politischer Bildung, zugespitzt auf die Frage: Muss politische Bildung selbst partizipativer werden? Dabei sollten die Konsequenzen eines solchen Prozesses diskutiert und anhand von Praxisbeipielen erörtert werden.

 

Events

Vor dem Bundeskongress…
finden Sie hier Webtalks, Livestreams etc. rund um das Thema Partizipation. Auch hier gilt: Nehmen Sie teil! Diskutieren Sie via Livechat mit unsere Experten.

Während des Bundeskongresses…
finden Sie hier einen Livestream von der Veranstaltung. Verfolgen Sie spannende Vorträge auch von zu Hause aus. Und nehmen Sie via Livechat an der Diskussion teil.

Nehmen Sie teil! Wie freuen uns auf Ihre Fragen und Ihr Feedback!

14.05.2012: Aufzeichnung des WebTalks mit Prof. Dr. Peter Kruse

17.04.2012: Aufzeichnung des WebTalks mit Birgitta Jónsdóttir

22.03.2012: Aufzeichnung des Livestreams mit Ellen Miller zu Open Government

 

Partner

Im Zentrum der Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb steht die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Partizipation. Aktuelle und historische Themen greift sie mit Veranstaltungen, Publikationen sowie Online-Angeboten auf. Das breit gefächerte Bildungsangebot soll Bürgerinnen und Bürger motivieren und befähigen, sich kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinander zu setzen und aktiv am politischen Leben teilzunehmen. Aus den Erfahrungen mit diktatorischen Herrschaftsformen in der deutschen Geschichte entsteht für die Bundesrepublik Deutschland die besondere Verantwortung, Werte wie Demokratie, Pluralismus und Toleranz im Bewusstsein der Bevölkerung zu festigen.

Ihre Aufgabe erfüllt sie in eigener gesellschaftspolitischer, pädagogischer und publizistischer Verantwortung. Sie ist überparteilich und wissenschaftlich ausgewogen. Als eine Institution der staatlich verfassten politischen Bildung fördert sie zudem Veranstaltungen von mehr als 300 anerkannten Bildungseinrichtungen, Stiftungen und regierungsunabhängigen Organisationen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der politischen Bildung tätig sind.

 

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) ist ein gemeinnütziger, überparteilicher und unabhängiger Zusammenschluss von Menschen, die in der Politischen Bildung in Schule, Hochschule sowie der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung arbeiten. Wir begreifen uns als Partner, Unterstützer, Berater und kritische Beobachter öffentlicher Institutionen, die für Politische Bildung verantwortlich sind.

Uns eint das Interesse an einer vitalen Demokratie. Im Interesse mündiger Bürger/innen fördern wir gesellschaftliches Engagement. Zudem organisieren wir den Fachdiskurs der Politischen Bildung. In Fragen der Bildungspolitik stehen wir in engem Austausch mit Parlamenten und zuständigen Ministerien von Bund und Ländern. Wir setzen uns für die Belange der Politiklehrer/innen ein. Das vielfältige Verbandsleben ermöglicht uns Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Engagement. Das stärkt unsere Positionen im Beruf und in der Gesellschaft. Als Lobby der Politischen Bildung wollen wir die demokratische Kultur erhalten und fördern.

Politische Bildung schafft die Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie. Denn niemand wird als Demokrat geboren. Deshalb sprechen wir uns dafür aus, Politische Bildung in jeder Klassenstufe als eigenes Fach zu unterrichten. Das gemeinsame Merkmal und Leitbild sollte hierbei die Herausbildung mündiger Bürger/innen sein. Politische Bildung muss durch sozialwissenschaftlich und fachdidaktisch qualifizierte Lehrkräfte unterrichtet werden und auch an den Universitäten bedarf es zu Ausbildungs- und Forschungszwecken Lehrstühlen für die Didaktik der Politischen Bildung. Ebenso sind Einrichtungen und Initiativen außerschulischer Politischer Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene institutionell zu fördern. Gleiches gilt für Projekte und Programme des Demokratielernens.

Vier Mal pro Jahr erhalten unsere Mitglieder „Polis“, unsere Fachzeitschrift für Politische Bildung. Sie werden zudem regelmäßig auf Bundes- und Landesebene zu Tagungen, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen eingeladen und über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Politischen Bildung informiert.

 

Im Bundesausschuss Politische Bildung (bap) haben sich rund 30 bundesweit arbeitende Trägerverbände der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel der unterschiedlich orientierten Organisationen im Bundesausschuss ist es, sich für die Entwicklung und Verbesserung der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung durch Erfahrungsaustausch und Kooperation zu engagieren, die Einsicht in die Bedeutung dieses Bildungsbereichs und die Notwendigkeit seiner öffentlichen Förderung  zu verbreiten und durchzusetzen.