Workshops 26 bis 30

Auf dieser Seite sind die Workshopvorschläge 26 bis 30 beschrieben. Wenn Sie Ihre Stimme für einen der Vorschläge abgeben möchten, gehen Sie bitte zur Abstimmungseite.

26. Open Data – Welche Chancen für die politische Bildung ergeben sich?

Offene Daten – was genau ist das? Soll nun alles offengelegt werden? Was ist mit Datenschutz? Warum sollte man das überhaupt machen, welche Vorteile ergeben sich? Und welche Chancen bieten sich hier in Bezug auf Partizipation und politische Bildung allgemein?

Dieser Workshop soll eine Einführung in den Begriff Open Data geben, soll Beispiele aufzeigen und soll auch darlegen, was es nicht ist. Die Chancen für die politische Bildung können dann gemeinsam diskutiert werden.

Mit: Christian Scholz, COM.lounge. Er ist Barcamp-Organisator (OpenGovX, JMStVCamp), Blogger und Podcaster.


27. Internationale Entscheidungsprozesse: Simulation der UN-Klimakonferenz – Gemeinsame Probleme gemeinsam lösen?

Die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit nimmt im Zeitalter der Globalisierung zu. Zahlreiche internationale Probleme und Herausforderungen lassen sich von Staaten nicht im Alleingang lösen. Niergends wird dies deutlicher als bei der Thematik des Klimawandels, dessen Folgen nicht an nationalen Grenzen halt machen. Gemeinsame Probleme können nur gemeinsam gelöst werden.

Doch mehr noch als bei nationaler Politik ist vielen Menschen wenig bekannt über die Entscheidungsprozesse in internationalen Organisationen, wie den Vereinten Nationen. Wie kommen internationale Entscheidungen zu Stande? Welche Akteure spielen dabei eine Rolle und welche Einflussmöglichkeiten gibt es für Nichtregierungsorganisationen und die globale Öffentlichkeit?

Wir wollen uns in dem Workshop ganz praktisch mit dem Thema beschäftigen und in einer interaktiven Sinmulation der Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen internationale Entscheidungsprozesse (vereinfacht) darstellen und erfahrbar machen.

Der Workshop wird angeboten von der UNi-Gruppe der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Landesverband Berlin-Brandenburg. Die UNi-Gruppe ist eine ehrenamtliche studentische Initiative, welche sich mit internationaler Politik und den Vereinten Nationen befasst und eine Vielzahl von Projekten insbesondere für Schülerinnen und Schüler sowie für Studierende anbietet. Dazu gehören eintägige UN-Planspiele, mehrtägige Model United Nations (MUNs), Vortragsveranstaltungen sowie Wochenendseminare. Die UNi-Gruppe ist assozziert mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Landesverband Berlin-Brandenburg und Gründungsmitglied des Jungen UNO-Netzwerk Deutschland (JUNON). Ansprechpartner für den Workshop ist Oliver Hasenkamp.

Kontakt: kontakt.gk@googlemail.com Website: www.uni-gruppe.de


28. Ist doch legitim – oder nicht? Kommunale Beteiligungsprozesse und die Sicherung von Legitimation

Zukunftswerkstätten, Bürgerhaushalte, Planungszellen – langsam aber stetig halten verschiedene Methoden Einzug in die kommunale Politik der Bundesrepublik. Zunehmend erkennen lokale Entscheidungsträger die Chancen der Partizipation von Bürgern. Neben nachhaltigen und innovativen Ergebnissen erhofft man sich auch eine größere Akzeptanz von Entscheidungen. Doch Legitimität ist keine Selbstverständlichkeit! Die bloße Beteiligung von Bürgern kann nicht automatisch (erhöhte) Anerkennungswürdigkeit für sich beanspruchen. Vielmehr bestehen innerhalb und außerhalb der Prozesse zahlreiche Hürden. Macht-Asymmetrien, divergierende Interessenlagen, hierarchische Strukturen oder offene und verdeckte Elemente von Diskriminierung und Benachteiligung – hinter jedem dieser Schlagworte verbergen sich elementare Herausforderungen, deren Lösung eine problemorientierte Planung erfordert. In diesem Workshop soll gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet werden, welche Anforderungen unter dem Gesichtspunkt der Legitimität an lokale Partizipationsprojekte gestellt werden und wie sie erfüllt werden können. Welche Dimensionen von Legitimität sind für die lokale Ebene besonders zentral? Wie lassen sich Partizipationsprozesse fair gestalten? Welche Herausforderungen stellen Aspekte wie Macht, Interessen, Diskriminierung dar? Welche Rolle spielt die Zusammensetzung der Beteiligten? Wo gibt es Interessendivergenzen zwischen Politik und Bürgern und wie wirken sie sich innerhalb der Beteiligungsprozesse aus?

Ansprechpartner für den Workshop sind Timothy Atkins und Marvin Just.

Kontakt: regionalimpuls@googlemail.com

regional | im | puls – Berater für kommunale Politik und Gesellschaft Atkins, Haupt, Hildebrand, Just und Seifert GbR


29. Antragsbasierte Fördermittel – Wie ticken Stiftungen?

Mehr als 90% aller Stiftungen in der Bundesrepublik Deutschland dienen gemeinnützigen Zwecken. Viele davon unterstützen vorrangig Kinder- und Jugendprojekte. Demgegenüber scheinen die Hemmschwellen der Verantwortlichen in Schulen, Fördervereinen, Kitas, sozialen und kulturellen Initiativen, bei Stiftungen Anträge zu stellen, noch relativ hoch zu sein.

Partizipation beginnt mit Projektarbeit. Doch das Einpassen der Projektideen in die Vorgaben der Stiftungen schreckt ab, die zunehmende Online-Antragstellung hebt die Latte noch ein bisschen höher. Fragen nach dem „gesellschaftlichem Mehrwert“ oder dem „öffentlichem Interesse“ wollen nicht zum Mülltrennungsmarathon der Fünftklässler oder der erhofften Kletterwand an der Sporthalle passen.

Die Foerderratgeber Gerhard Schwab und Sabine Schwab geben einen Überblick über die Rolle von Stiftungen bei der Projektförderung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Sie stellen die wichtigsten Grundregeln der Förderfähigkeit von Projekten z.B. in Schulen, Fördervereinen, Kita’s sowie sozial und politisch engagierten Vereinen vor. Die Teilnehmer/innen lernen Fördervoraussetzungen und -kriterien, die gängigen Zahlungsmodalitäten sowie verschiedene Möglichkeiten der Eigenbeteiligung kennen und erhalten Tipps zum Umgang mit Absagen. Anhand von Beispielen diskutieren sie den Umgang mit dem Stiftungsvokabular und das Einpassen möglicher Projekte in die Vorgaben von Stiftungen. Ergänzend gibt das Dozententeam konkrete Hinweise zur zielorientierten Recherche nach passenden Stiftungen.

Der zertifizierte EU-Fundraiser Gerhard Schwab und die Kommunikationstrainerin Sabine Schwab gründeten vor mehr als 10 Jahren einen gemeinnützigen Kunst- und Kulturverein in Berlin. Sie haben ihr Wissen professionalisiert und geben es in Seminaren „Wie und Wo beantragen wir Geld für Projekte? Das 1×1 der Antragstellung Vorträgen und Beratungen weiter.

Foerderratgeber Gerhard Schwab info@foerderratgeber.de


30. Wie steht es wirklich um Partizipation? – Der Partizipationsindex, ein interaktives Projekt zur Messung von politischer Beteiligung

Niedrige Wahlbeteiligung und Wutbürger auf der einen Seite, der Aufstieg von Bürgerinitiativen und der Piratenpartei auf der anderen – von solchen angeblich aussagekräftigen Beispielen für einen Abfall oder Anstieg an politischer Partizipation liest und hört man dieser Tage immer wieder. Die Annahmen reichen von drohender politischer Apathie bis zu Euphorie über neue dezentrale Beteiligung aller Bürger durch das Internet. Doch wie steht es wirklich um Partizipation?

Das Problem beim Beantworten dieser Frage ist, dass sowohl eine gemeinsame Sprache als auch ein Rahmen zum Vergleichen von Meinungen zu politischer Partizipation fehlen. Keiner weiß, was derzeit mit politischer Partizipation tatsächlich passiert, weil jeder über eine andere Situation von Beteiligung (Wahlen, Protest, Interessenvertretungen, Referenden), eine andere Dimension oder eine andere Region spricht.

Gemeinsam mit den Kongressteilnehmern wollen wir zur Lösung dieses Problems eine gemeinsame Sprache sowie ein Messinstrument für die tatsächliche Entwicklung politischer Partizipation erarbeiten: den Partizipationsindex. In unserem Workshop werden wir gemeinsam Ideen zu den wichtigsten Elementen von Partizipation und deren Messung mit konkreten Daten sammeln. Nach einem Impulsreferat zu anderen Messinstrumenten zur Einschätzung von, zum Beispiel, Korruption oder Demokratie werden wir im Workshop gemeinsam:
– Relevante Dimensionen politischer Partizipation identifizieren.

– Diskutieren was gute Partizipation in verschiedenen Bereichen ausmacht.

– Überlegen, wie man gute Praxis in Bezug auf Partizipation messen kann.

– Pläne für eine praktische Umsetzung entwickeln.
Die Ergebnisse des Workshops bilden die Grundlage für die weitere Arbeit von d|part am Partizipationsindex. Teilnehmer werden bei Interesse eingeladen, auch über den Kongress hinaus an der Entwicklung und Erhebung des Partizipationsindexes mitzuwirken. Dieser ermöglicht Vergleiche zum Stand politischer Partizipation über Situationen, Bevölkerungsgruppen und Regionen in Deutschland und Europa hinweg, und spiegelt dabei die Vielzahl der Dimensionen wider, die politische Partizipation ausmacht.
Referent: Jan Eichhorn, d|part – Think Tank für politische Partizipation, Magdeburg

Über d|part: Von jungen Forschern gegründet, hat der Think Tank d|part zum Ziel, politische Partizipation mit empirischen Mitteln zu erforschen und zu fördern.

 

4 Gedanken zu “Workshops 26 bis 30

    • Lieber Herr Cassetti,

      bis 15. April findet die Abstimmung für die Workshops statt. Danach können Sie die Workshops, an denen Sie auf dem Kongress teilnehmen möchten, bei der Anmeldung mit angeben. Sollten Sie bereits angemeldet sein, werden Sie zeitnah nach der Abstimmung durch das Teilnehmermanagement per Mail dazu aufgefordert, die Workshops nachzutragen.

      Beste Grüße
      Benedikt Meurer

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