Workshops 21 bis 25

Auf dieser Seite sind die Workshopvorschläge 21 bis 25 beschrieben. Wenn Sie Ihre Stimme für einen der Vorschläge abgeben möchten, gehen Sie bitte zur Abstimmungseite.

21. Crowdfunding – Kulturlandschaften gemeinsam gestalten

Für die Kultur und ihre Infrastrukturen trägt in Deutschland die Politik zu großen Teilen die Verantwortung. Knapp 90% der jährlichen Ausgaben für Kunst und Kultur stammen aus der öffentlichen Förderung. Im Zuge des basisdemokratischen Partizipationsgedankens und der kollaborativen Mechanismen im Web 2.0 können die Bürger in die Gestaltung kultureller Landschaften aktiv und kreativ integriert werden. Crowdfunding bündelt die Idee einer gemeinschaftlichen Ideenentwicklung, -finanzierung und -realisierung von kulturellen kreativen und innovativen Projekten.

Die ersten Erfahrungen von Crowdfunding im deutschsprachigen Raum verdeutlichen, dass diese Finanzierungsmöglichkeit ein weiterer Baustein zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft sein kann. Kultur- und Kreativschaffende experimentieren mit diesem Finanzierungsmodell schon jetzt mit großem Interesse, da es auf effektive Weise Finanzierung, Marketing und Vertrieb miteinander verknüpft.

Die Entwicklung von Crowdfunding ist ein Ausdruck dafür, wie sich unsere digitale Gesellschaft verändert und wie durch den Zusammenschluss in Netzwerken Synergien nutzbar gemacht werden können. Die veränderten Arbeitsbedingungen von Kreativen, die Nutzung neuer Medien und die Verbreitung von digitalen Geschäftsprozessen finden im Netzwerkgedanken von Crowdfunding den logischen nächsten Schritt.

Der Workshop zeigt konkrete Anwendungsfelder von Crowdfunding im Umfeld der proaktiven Kulturpolitik auf. Die Teilnehmer lernen Erfolgsfaktoren erfolgreicher partizipativer Kulturförderung kennen und diskutieren gemeinsam über Kooperationsmöglichkeiten zwischen kommunaler, wirtschaftlicher und bürgerschaftlicher Ebene.

Der Workshop basiert auf den Expertisen der Crowdfunding-Plattform Startnext und der Netzwerkveranstaltung co:funding. Nach 1,5 Jahren am Markt konnte sich Startnext als erfolgreiche Crowdfunding-Plattform für Künstler, Kreative und Erfinder behaupten. Der co:funding Kongress trägt die Idee von Crowdfunding in die Öffentlichkeit und bringt Akteure aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur zusammen, um über aktuelle und zukünftige Trends kollaborativer Ideenentwicklung und -finanzierung zu diskutieren. Begleitet wird dies durch praxisnahe Workshops und Diskussionsforen.

Referentin: Anna Theil (PR & Kooperationen, co:funding Konferenz)


22. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Neuropädagogik und Neurodidaktik als entscheidende Herangehensweise beim Erwerb von Partizipationskompetenz.

Im Rahmen der aktuellen kognitionswissenschaftlichen und ethologischen Forschungen, sowie am Beispiel einer Schule soll gezeigt werden, wie partizipatives Lernen gelingen kann, – vor allem, warum ausschließlich das frühkindliche, bzw. vorpubertäre Lernen in der Lage ist, die Basis für ein konstruktives, antizipatives und nachhaltiges Problemlösen im aduleszenten Alltag zu bereiten. Welche positiven Ergebnisse ein soziales, interkulturelles und gehirngerechtes Lehren und Lernen bringt, zeigt der zufällig entstandene Schappschuß aus einer Schulpause [1], wo Jungen im unterschiedlichen Alter friedlich und ohne die sonst üblich Hektik auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.

Referent: Michael Stanzer, Gründer der European Civic Education Foundation – Postafiok 712, H 1535 Budapest http://www.civic-edu.org http://roma-integration.info


23. Gemeinsam stark gegen Menschenhandel: freedomkeepers.eu

Ein europäisches Netzwerk zum Aufklärung über Menschenhandel im Donauraum

Menschenhandel, die moderne Form der Sklaverei, ist eine der schrecklichsten Menschenrechtsverletzungen im heutigen Europa. Jährlich werden mehrere zehntausende Betroffene in Bordellen, bei der Feldarbeit und auf Baustellen ausgebeutet. Obwohl es direkt vor unseren Augen passiert, ist das Bewusstsein dafür sehr gering, sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Behörden.

Du hast die Möglichkeit, dich zusammen mit anderen Europäer_innen gegen dieses Verbrechen stark zu machen! Mit FreedomKeepers hat sich ein Netzwerk von jungen Menschen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Serbien und Deutschland gegründet, um eine Präventions- und Aufklärungskampagne gegen Menschenhandel zu starten, Erfahrungen und Best-Practice auszutauschen. Das Netzwerk ist jederzeit offen für neuen Verknüpfungen und Mitglieder!!! (http://freedomkeepers.eu/get-involved/)

Zielgruppe der Kampagne sind 14 bis 18-Jährige aus dem Donauraum, zudem soll eine grundlegende öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden. Das Projekt wird von lokalen Aktivist_innen aus den Zielländern umgesetzt und vom Young Citizens Danube Network sowie Arbeit und Leben NRW koordiniert. Unterstützt wird das Netzwerk vom Programm Politische Bildung in Aktion der BpB.

Wie können möglichst viele Jugendliche und Interessierte effektiv mit der Kampagne erreicht werden? Welche Möglichkeitsräume, kreativen Mittel und Sprachen der sozialen Netzwerke sind dazu besonders geeignet? Was können wir „Live beim Workshop“ gegen Menschenhandel unternehmen?

Bei dem Workshop sollen die Teilnehmenden zu Mitautor_innen unserer Kampagne werden. Zusammen wollen wir innovative Antworten auf die Fragen finden, neue Methoden untersuchen und ausprobieren.

Zu Beginn präsentieren wir interaktiv die wichtigsten Fakten über Menschenhandel in Deutschland und dem Donauraum. Auf dieser Grundlage wollen wir an konkreten Beispielen und Materialien aus unserer Kampagne arbeiten. Zudem soll diskutiert werden, auf welche Weise neue Multiplikator_innen motiviert und begeistert werden können. Durch ein kurzes Rollenspiel sollen die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, die Situation der Betroffenen besser nachvollziehen zu können.

In einem zweiten Part haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, selber zu einem aktiven Teil der Kampagne zu werden. Hierzu sollen verschiedene kleine Gruppen gebildet werden, die eine kurze, schnell umsetzbare Idee für eine Online-Aktion erarbeiten. Wenn möglich, setzen wir die Vorschläge „Live beim Workshop“ um. Die Vielfalt der Ideen ist unbegrenzt: Es können zum Beispiel Blog- und Facebook-Einträge erstellt werden oder Fotos und Video-Statements gemacht werden. Auch langfristige Anregungen etwa für Online-Events oder für den Einsatz von Instrumenten des viralen Marketing (wie virtuellen Flashmobs oder Badges) würden wir gerne in unsere Kampagne einbinden.

Die Kampagne hat drei starke Schwerpunkte: erstens den Blog (www.freedomkeepers.eu) sowie die Facebook-Seite (facebook.com/FreedomKeepers), wobei mutige und kreative Kampagnenmaterialien verwendet werden, um Jugendliche auf die Gefahren von Menschenhandel aufmerksam zu machen. Zweitens ist die gemeinsame Implementierung in fünf Ländern und fünf Sprachen ein wichtiges Merkmal. Zudem nutzen wir die Peer-to-Peer Methode, bei der Jugendliche andere Jugendliche über Menschenhandel aufklären, so dass diese ggf. sogar selber zu neuen Multiplikator_innen werden.

Referierende:
Szabolcs Sepsi, Maria Wigbers und Frederik Stötzel (Koordinatoren bei FreedomKeepers) und ggf. weitere Aktivist_innen der Kampagne. Weitere Infos zur Kampagne gibt es unter: http://freedomkeepers.eu/aboutthb/about-the-campaign/


24. werkstatt.bpb.de – Digitale Bildung in der Praxis

Projektvorstellung, Beschreibung und Diskussion von Thesen zur politischen und zeitgeschichtlichen Bildung

Das Projekt werkstatt.bpb.de – Digitale Bildung in der Praxis ist die Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung, die fragt diskutiert und erforscht, wie das Lernen in Zukunft aussieht. Sie widmet sich dem Thema der Vermittlung von Zeitgeschichte und Politik im Alltag deutscher Schulen und in der außerschulischen Bildung vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Migration und Digitalisierung. Wie können Technologien und Onlineangebote genutzt werden, um Jugendliche dort abzuholen, wo sie sind? Wie lassen sich Themen des Geschichts- und Politikunterrichts – wie Demokratie und Menschenrechte – an Klassen vermitteln, in denen zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Familien stammen, in deren Erfahrungshorizont Themen wie Zweiter Weltkrieg oder Mauerfall nicht zu den Selbstverständlichkeiten der eigenen Lebenswelt gehören?

Der Begriff “Werkstatt” betont den prozesshaften Charakter des Projekts. Alle Aktivitäten, Thesen und Beiträge befinden sich in der stetigen Weiterentwicklung und verstehen sich als Forschungsgegenstand. Das unmittelbare Ziel des Projekts ist der Aufbau einer aktiven Community von Lehrenden, Akteuren, Expertinnen und Experten, die sich gemeinsam mit uns über die oben genannten Themen und Fragen auseinandersetzen will. Langfristig sollen Bildungsangebote vor dem Hintergrund der oben genannten Herausforderungen, optimiert, angepasst, alltagstauglicher gemacht werden. Die Werkstatt will gemeinsam mit der Community Herausforderungen diskutieren, Thesen formulieren und Strategien entwickeln.

In diesem Workshop stellt sich die Werkstatt vor, beschreibt Fragestellung und erläutert die verschiedenen digitalen und analogen Projektstränge. Insbesondere soll aber eine Diskussion entstehen: einerseits über die Fragen, die sich die Werkstatt nach der ersten Pilotphase stellt und andererseits über die Thesen, die diesbezüglich bereits generiert wurden. Im Workshop findet eine erste öffentliche Vorstellung von gewonnenen Erkenntnissen statt, die aus den Tätigkeiten der Werkstatt und der Suche nach Antworten auf die oben genannten Fragen hervorgeht. Wir wollen sehen, ob diese Thesen einer intensiven Diskussion durch Interessierte und Engagierte der politischen Bildung standhalten und die Frage stellen, welche Veränderungen in der Lehre tatsächlich ein stärkeres Politik- und Geschichtsinteresse hervorrufen und junge Menschen somit zur politischen Teilhabe aktivieren können. Machen Sie mit!

Referenten: Oliver Baumann, Kaja Wesner, Jaana Müller | werkstatt.bpb.de (Kooperative Berlin, Lichtschliff e.V.), Berlin


25. Politische Partizipation und Bildung durch Flashmob & Co?

Die Attraktivität politischer Partizipationsmöglichkeiten in Deutschland wird unterschiedlich beurteilt. So wird einerseits der geringe Zuspruch an konventionellen Formen wie Wahlen als Politikverdrossenheit gedeutet und andererseits die zunehmende Bereitschaft der Beteiligung in Vereinen oder Initiativen als Kritik an der gegenwärtigen Form von Beteiligungsmöglichkeiten und weniger als generelles politisches Desinteresse eingeordnet. Letztere Perspektive soll im Workshop aufgegriffen werden und populäre Aktionsformen wie Flashmobs und Guerilla Gardening in den Blick genommen werden. Können sie einen Beitrag zu politischer Partizipation und vielleicht auch Bildung leisten oder handelt es sich hier ‚nur‘ um ‚spaßorientierte‘ und ‚inhaltsleere‘ Aktionen? Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Legitimität politischer Beteiligungsmöglichkeiten – unkonventionelle und nicht-verfasste Partizipationsformen erfahren oftmals eine geringe Anerkennung seitens des etablierten politischen Feldes – soll am Beispiel dieser Formen ein erweitertes Partizipations‐ und Politikverständnis diskutiert und Chancen für die politische Bildungsarbeit aufgezeigt werden.

Den Workshopb bieten an: Felix Ludwig (Student im Diplom-Studiengang Erziehungswissenschaft, Universität Duisburg-Essen) Jana Trumann (wiss. Mitarbeiterin am Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung, Universität Duisburg-Essen) Tim Zosel (Student im Master-Studiengang Erwachsenenbildung, Schwerpunkt Politische Bildung,Universität Duisburg-Essen)

3 Gedanken zu “Workshops 21 bis 25

  1. Das Worjshopthema entsprich tmeinen fragen an künftigen Unterrich tim Bereich Politische Bildung. Ich denke, ich werde an dem Workshop teilnehmen, wenn er angeboten wird.

    Achim Albrecht
    Pädagogischer Leiter
    Offene Schule Waldau, kassel

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