Mehr oder weniger Demokratie?

„Mehr Demokratie wagen.“ Willy Brandts Forderung aus den 1960er Jahren erklingt heute lauter denn je. Der Gestaltungs- und Partizipationsanspruch der Bürger wächst und wird beschleunigt durch neue, oft digital gestützte Formen der Partizipation. Doch ist diese Entwicklung wirklich förderlich für die Demokratie?

In seinem Essay „Verteidigung der Demokratie“, erschienen in der neuen APuZ „Parlamentarismus“, warnt Laszlo Trankovitz vor einer drohenden Stimmungsdemokratie mit maßlosen Bürgern, die viel fordern, aber selten gefordert werden.

Weitere interessante Artikel:

 Politische (Un-)Gleichheit von Brigitte Geißel
„Verflüssigung“ der Politik – was dann? von Bernd Guggenberger

SZ Artikel zu digitaler Bürgerbeteiligung

Hilft Online-Partizipation wirklich gegen Politikverdrossenheit oder ist sie eine wirkungslose Wunderwaffe? Die Süddeutsche Zeitung zeigt u.a. am Beispiel des Bonner „Bürgerdialogs zum Haushalt“ die Problemfälle und Herausforderungen der digitale Bürgerbeteiligung auf. Zu Wort kommen auch Dr. Stephan Eisel und Prof. Dr. Martin Haase.

Nachzulesen unter: Süddeutsche Zeitung – „Wirkungslose Wunderwaffe“ (20. Mai 2012)

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Dr. Stephan Eisel und Martin Haase auf dem Bundeskongress:
Dr. Stephan Eisel (Konrad-Adenauer-Stiftung) wird u.a. mit Jürgen Behrendt (Stadt Köln) und Dr. Anke Knopp (BürgerInneninitiative „Demokratie wagen!“) in der Sektion 6 „E-Government und E-Partizipation“ diskutieren. Prof. Dr. Martin Haase spricht u.a. mit Prof. Dr. Everhard Holtmann (Universität Halle) und Ute Kumpf (MdB, SPD) in der Sektion 2 über „Die Entwicklung der Demokratie – Legitimationsverlust und Reformbedarf?“.

 

Erstveröffentlichung!
Impulspapier des BBE

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks ist die nachhaltige Förderung von Bürgergesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen. Die Verbesserung von Rahmenbedingungen für das bürgeschaftliche Engagement ist ein wichtiger Diskussionstrang in der Partizipationsdebatte. Diese Debatte muss laut BBE mit den Diskussionen um Demokratie – und Netzpolitik eng verbunden werden.

Im Jahr 2011 hat das Netzwerk damit begonnen, ein bislang unveröffentlichtes politisches Impulspapier zu entwickeln. Anlässlich des Bundeskongresses hat BBE das Papier zur Erstveröffentlichung auf dem Konferenzblog zur Verfügung gestellt.

Download (PDF):
Unterwegs in die Bürgergesellschaft – Engagementpolitische Impulse des Netzwerks BBE

Aktionstage Politische Bildung: WebTalk mit Dr. Helle Becker

Welche Interessen bringen Teilnehmende der politischen Bildung mit? Welche Bildungsvoraussetzungen haben sie? Unter welchen Bedingungen nehmen sie Angebote der politischen Bildung wahr und wie urteilen sie über diese Angebote? Was nehmen sie daraus mit?

Fragen, denen Dr. Helle Becker im Rahmen des Projekts „Praxisforschung nutzen – Politische Bildung weiterentwickeln“ nachging, das vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) und dem Bundesausschuss politische Bildung (bap) initiiert wurde.

Im WebTalk auf aktionstage-politische-bildung.net wird sie am Freitag, 18.05.2012 ab 16 Uhr, über die Erkenntnisse der Wissenschaft zur politischen Bildung und deren Fortentwicklung berichten.

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Dr. Helle Becker auf dem Bundeskongress Politische Bildung:
Gemeinsam mit dem Zukunftsforscher Gerhard de Haan und Daniela Kolbe, Vorsitzende die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestags u.a. wird Helle Becker in der Sektion 10 über das Thema „Partizipation und Nachhaltigkeit – Innovationen für die politische Bildung“ sprechen.
Sektion 10: 22. Mai 2012, 14:00 – 17:30 Uhr, Humboldt Carré, C. & W. von Humboldt

Dossier Partizipation online

Anlässlich des Bundeskongresses Politische Bildung gibt es eine Premiere:

Die Teams der beiden Webseiten pb21.de und werkstatt.bpb.de haben gemeinsam ein Dossier zum Thema Partizipation erarbeitet.

Eine umfangreiche Sammlung von Artikeln widmet sich der Leitfrage:
Wie können Bürgerinnen und Bürger das politische und gesellschaftliche Leben mitgestalten? Schwerpunkte sind u.a. die Schule als Lernort von Mitgestaltung und Teilhabe und der Einsatz von digitalen Tools der Partizipation in der Bildungsarbeit.

Hier gehts zum Dossier

 

Kein Aprilscherz: Bürgerbeteiligung auf europäischer Ebene

Seit heute können Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher EU-Staaten gemeinsam die Europäische Kommission aufzufordern, sich mit einem Thema zu befassen oder eine Gesetzesinitiative zu ergreifen. Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) macht es möglich. Weiterlesen…